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Die Leidenschaft für die Reben, den Wein und die Arbeit auf dem Weingut ist ein Charakterzug von uns – Interview mit Wein Entrepreneur Gregory Massy

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Die Leidenschaft für die Reben, den Wein und die Arbeit auf dem Weingut ist ein Charakterzug von uns – Interview mit Wein Entrepreneur Gregory Massy

Gregory Massy (links auf dem Bild) stammt aus einer Winzerfamilie mit reicher Tradition: Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts betreibt die Familie Massy ein Weingut in Lavaux – einer Schweizer Region, die 2007 ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Heute führen Gregory und sein Bruder Benjamin (rechts auf dem Bild) das 1903 gegründete Familienunternehmen Massy Vins erfolgreich in der 4. Generation weiter. Ihr Winzer Jean-Daniel Berthet wurde 2019 an der Fête de Vigneron, einem Schweizer Weinfest, das nur alle 20 Jahre stattfindet, zum König gekürt.

 

Massy Vins und Monalp verbindet übrigens nicht nur der Respekt für und die Freude an zwei hochwertigen Schweizer Traditionsprodukten, sondern auch eine Partnerschaft, aus der ein mit Wein veredelter Alpkäse und mehrere Geschenkesets für echte Geniesser entstanden sind.

 

Wie ist die Weinlese 2020 gelaufen? Welche Faktoren haben diesen Jahrgang besonders geprägt?

Die Vegetationsperiode des Weinbergs im letzten Jahr war sehr gut. Auf einen sonnigen Frühling ist ein heisser Sommer mit Regen in wichtigen Momenten der Entwicklung der Pflanzen gefolgt. Das hat die Reife, Aromen und die Gesundheit der Reben begünstigt. Wir haben dann in der vierten Septemberwoche mit der Weinlese begonnen, ein paar Tage früher als im Vorjahr. Trotz 1-2 Tagen Regen ist die Lese sehr gut verlaufen. Insgesamt weisen die Trauben eine sehr gute Qualität auf. Sie enthalten genügend Zucker und Aromen, um einen hochwertigen Wein zu ergeben.

 

Was fasziniert dich am Weinbau? Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Ich wurde in den Weinbergen in eine Familie von Winzern geboren, aber in meiner Jugend war der Wein nicht mein einziges Interesse. Ich bin viel gereist und habe Weingüter auf der ganzen Welt entdeckt. Die vielen Arten und Weisen, Wein zu machen, all die verschiedenen Rebsorten, die Verbindung mit dem Land und die Geschichte, die in jeder Flasche steckt, sind nur einige der Faktoren, die mich diesen Beruf lieben gelehrt haben.

 

Was zeichnet euren Wein aus? Wodurch unterscheidet ihr euch von anderen Winzern?

Wir sind inzwischen seit vier Generationen eine Winzerfamilie. Die Leidenschaft für die Reben, den Wein und die Arbeit auf dem Weingut ist ein Charakterzug von uns.

Besonderen Wert legen wir auf die Gesundheit des Weinbergs und seiner Umwelt. Auch ist uns wichtig, offen für Neues zu sein und unsere Weine mit allen Mitteln zu bewerben, die uns heute zur Verfügung stehen. Zum Beispiel sind wir in den sozialen Netzwerken aktiv und freuen uns auch immer, unsere Weine zu exportieren.Unser Ziel ist nicht nur, den besten Wein herzustellen, den wir produzieren können, sondern ihn auch mit der ganzen Welt zu teilen.

 

Massy Vins ist ein Familienunternehmen mit einer langen Geschichte. Wenn du zurückblickst, was hat sich über die Jahrzehnte im Unternehmen und natürlich auch im Weinbau allgemein verändert?

Vieles hat sich seit der Zeit meines Urgrossvaters verändert! In der Kellerei-Technologie, aber auch in der Art und Weise, wie wir Wein anbauen und produzieren, hat sich viel getan. Daran möchten wir auch in Zukunft festhalten und all diese Bereiche konstant verbessern und weiterentwickeln.

Mein Bruder und ich legen grossen Wert auf eine respektvolle und natürliche Kultur, auf die Schaffung neuer, qualitativ hochwertiger Weine und auf ein effektiveres Vertriebsnetz in der Schweiz und im Ausland – vor allem über das Internet.

 

 

Hat die Erderwärmung Auswirkungen auf die Entwicklung eurer Reben? Falls ja, wie geht ihr damit um?

Ja, die globale Erwärmung ist ein unumgänglicher Faktor des Weinbaus. Seit einigen Jahren sind die Sommer heisser und länger. Wir waren gezwungen, uns anzupassen und haben einige Rebsorten durch hitzefestere ersetzt. Glücklicherweise wirkt sich dieser Wandel bisher aber noch nicht negativ auf unser Weingut aus. Unsere wichtigste Rebsorte, der Chasselas, gedeiht weiterhin sehr gut. Zusätzlich können wir jetzt auch Merlot anbauen, der die Hitze liebt.

 

Ist Nachhaltigkeit bei euch ein Thema? Und was bedeutet Nachhaltigkeit im Weinbau eigentlich?

Nachhaltigkeit und Respekt für die Umwelt sind die wichtigsten Themen für unsere Winzergeneration. Ob im Weinberg, im Keller oder auch bei der Auslieferung – bei jedem Schritt gilt es, die Nachhaltigkeit unseres Vorgehens zu bedenken. In den letzten Jahren haben wir im Hinblick auf eine nachhaltigere Produktion verschiedene Änderungen vorgenommen und zum Beispiel die Art und Weise, wie wir unsere Reben bebauen verändert. Auch verwenden wir keine Verarbeitungsprodukte oder synthetischen Dünger mehr und fördern die lokale Fauna und Flora, indem wir beispielsweise ‘Sitze’ für Greifvögel – die Nagetiere fressen – und Bienenstöcke in der Nähe unserer Parzellen aufstellen.

 

Welchen Herausforderungen seht ihr euch im Moment gegenüber?

Seit dem letzten Jahr gibt es viele neue Herausforderungen. Der Markt hat sich durch die COVID-19 Pandemie verändert. Wir haben uns der Situation angepasst und erfolgreich in den Online-Markt investiert. Unser Ziel in diesem Jahr ist es, den Kontakt mit privaten und professionellen Kunden aufrecht zu erhalten, weiter in die Weinherstellung zu investieren und vorwärts zu gehen.

 

Was ist dein persönlicher Lieblingswein – und zu welchem Gericht geniesst du ihn am liebsten?

Alle 😊

Im Moment aber besonders unser Dézaley Rot, eine Assemblage von Merlot, Gamay und Pinot Noir. Der Jahrgang 2018 ist unglaublich lecker und vielseitig – und übrigens auch bald im Verkauf. Ich liebe die frische Fruchtigkeit und gleichzeitig die Kraft dieses Weines! Am besten mit einem schönen Stück Rindfleisch geniessen.