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Guter Geschmack beim Käse allein ist nicht alles, die Geschichte dahinter zählt – Ein Interview mit Beat Wampfler.

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Guter Geschmack beim Käse allein ist nicht alles, die Geschichte dahinter zählt – Ein Interview mit Beat Wampfler.

© Foto von Studio Lucia Hunziker Photography

 

Der Tierarzt mit einem Herz für Käse & Kultur: Beat Wampfler ist Initiant vom Käsehaus K3 in Burgdorf. Dort lagert seit November CHEESUS, der erste Alpkäse aus nicht verwerteter Milch. Die Leidenschaft für Käse hat Beat Wampfler schon als Kind in die Wiege gelegt bekommen. Auf dem elterlichen Bauernhof war die Milch- und Käseproduktion allgegenwärtig.

Herr Wampfler, woher kam die Idee, den Käsekeller wieder aufleben zu lassen? Und warum gerade im Emmental?

Ich muss zugeben, einen Masterplan gab es nie. Ich bin Tierarzt in der Nähe von Burgdorf und übe meinen Beruf mit Leidenschaft aus.

Das Käsehaus in Burgdorf stand zum Verkauf, aber weil es verlottert und kantonal geschützt war, wollte es niemand.

Nach dem Entschluss das Haus zu kaufen, wusste ich noch nicht, was ich damit anfangen will. Der Keller des alten Hauses war feucht, man hatte also zwei Optionen, entweder betoniert man alles zu und macht daraus einen Event-Raum oder man lagert Käse.

Wie kam die Idee zu K3?

K3 steht für Kultur, Käse und Käsekübel. Früher hat man im Käsehaus Käsekübel hergestellt, das war zu dieser Zeit sogar ein Beruf. Mir ist es wichtig, dass die Kultur von früher erhalten bleibt und genau das wollte ich mit diesem Namen zum Ausdruck bringen.

Woher kommt die Inspiration für aussergewöhnliche Käsesorten oder Experimente wie die Beschallung der Laibe?

In der Region gibt es schon eine Menge guter Käse. Es braucht nicht noch einen, der das Gleiche macht wie alle anderen. Meine Stärken liegen in der Kreativität und Innovation. Ich wollte etwas Spezielles auf die Beine stellen.

Jeder Käse hat ein eigenes Charakteristikum, aber das allein reicht nicht aus, um erfolgreich zu werden. Es braucht eine gute Geschichte dahinter.

So bin ich auf die Idee «Cheese on Sound» gekommen – Hiphop, Rock und Mozart Käse. Der Käse wird während der Reifung 6 Monate lang und 24 Stunden am Tag mit Musik beschallt. Anstelle von Lautsprechern werden Minisender an eine Holzplatte befestigt, welche die Schwingungen der Musik überträgt.

Wissenschaftlich nachgewiesen verändert sich durch die Musik der Geschmack, der Geruch und die Textur des Käses. Die stärkste geschmackliche Veränderung hatte der Hiphop Käse.

Was ist für Sie das schönste Erlebnis in Bezug auf die Käselagerung; das schönste Erlebnis in Bezug auf K3?

Die Begegnungen mit Menschen – der zwischenmenschliche Austausch – neue Alterskategorien. Durch den Hip Hop Käse beispielsweise kommt man mit den jungen Leuten in Kontakt. Kultur, Käse und Musik schaffen eine emotionale Basis, damit unsere Gesellschaft immer wieder aufs neu zusammenwachsen kann.

Aber auch die Begegnung mit neuen Ideen und neuen Projekten, die frischer Wind in die Welt des Käses bringen.

Herr Wampfler, warum sollte man CHEESUS probieren?

Das erste Stück CHEESUS Alpkäse, das man isst, erzählt eine Geschichte. Es vermittelt Zeitgeist, Sorge zur Natur und Nachhaltigkeit. Aus diesem Grund soll man CHEESUS Alpkäse probieren.