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Tierhaltung, Mechanisierung, Pflanzenbau – ein Einblick in die Landwirtschaftslehre

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Tierhaltung, Mechanisierung, Pflanzenbau – ein Einblick in die Landwirtschaftslehre

Woher stammt das Interesse für die Bauernarbeit?

Meine Eltern, die ebenfalls in der Land- und Alpwirtschaft tätig sind, haben mir die Leidenschaft für das Bauern mitgegeben und ich habe es schon als kleines Kind geliebt mit den Tieren zusammen sein. Als ich gelernt habe zu sprechen, konnte ich zuerst alle Namen der Kühe, die wir damals hatten und erst danach lernte ich andere Wörter.

Du hast dich für die Bauernlehre entschieden, warum?

Für mich war es von Anfang an klar, dass ich diese Lehre machen wollte und ich habe auch heute keine Zweifel, dass es die richtige Entscheidung war.

Wie verläuft die Ausbildung zur Landwirtin?

Die Landwirtschaftslehre dauert drei Jahre. Jedes Jahr verbringt man auf einem anderen Betrieb, damit man möglichst viel Unterschiedliches sieht. Im ersten und im zweiten Lehrjahr hat man einen Tag in der Woche Berufsschule, im dritten Jahr hat man dann Blockkurse an einer Landwirtschaftsschule. Sonst arbeitet man immer auf dem Betrieb. In der Schule lernen wir viel Theorie und auf dem Betrieb können wir das Gelernte praktisch umsetzen.

Was lernt ihr?

Alles was mit dem Beruf zu tun hat, das Wissen, welches wir brauchen, um später vielleicht einen eigenen Betrieb führen zu können. Das wird uns auf den Weg mitgegeben. Allgemein behandeln wir verschiedene Themen wie Tierhaltung, Pflanzenbau, Mechanisierung und anderes.

Ist es ein Ziel eines Tages deinen eigenen Bauernhof mit vielen Tieren zu haben und zu führen?

Das kann ich nicht genau sagen. Was ich sicher möchte ist jeden Sommer auf die Alp. Ein eigener Betrieb, würde es mir erschweren auf die Alp gehen zu können, weil man nicht leicht einen Berg findet, wo man alle eigenen Tiere mitnehmen kann. Aber wer weiss was alles noch passieren wird, was für Menschen mir über den Weg laufen werden!

Für den Moment kann ich es mir nicht vorstellen einen Betrieb zu übernehmen. Meine Vorstellung beinhaltet den Sommer auf der Alp zu verbringen und im Winter einer anderen Tätigkeit nachzugehen.

Bauern haben lange Arbeitstage, es ist körperlich anstrengende Arbeit, bist du bereit das in Kauf zu nehmen?

Auf jeden Fall bin ich bereit, man wird dafür auch belohnt. Ein gutes Beispiel ist im Sommer, wenn man auf der Alp früh aufsteht. Um halb fünf geht es los, um die Kühe einzusammeln und in den Stall zu treiben, das wird mit einem wunderschönen Sonnenaufgang wettgemacht. Oder ein Stück Käse zu essen, von dem man weiss, dass man die Milch selbst gemolken und anschliessend verarbeitet hat, das ist die grösste Belohnung für den strengen Alltag, den wir haben.

Was gefällt dir am besten an der Arbeit von Bäuerinnen und Bauern?

Es gibt vieles was ich gerne mache wie beispielsweise Traktorfahren, aber am liebsten arbeite ich mit den Tieren.

Welche Vorteile siehst du als zukünftige Bäuerin?

Dass man als Älplerin oder Bäuerin sich den Tag selber gestalten kann.

Was gefällt dir nicht, was sind die Nachteile?

Wenn man einen eigenen Betrieb hat, ist man an diesen Ort                                                   gebunden, man kann nicht mal spontan irgendwo hingehen. Zudem, um auf die Alp gehen zu können, muss man meistens mehr als eine Person sein, es braucht ein Team, und es ist oft eine grosse Herausforderung Leute finden, mit denen man gut zusammenarbeiten kann. Besonders auf der Alp, wo man 24 Stunden aufeinander lebt, und die Müdigkeit viel präsent ist, muss man gut miteinander auskommen.

Wem würdest du eine Bauernlehre empfehlen? Wem nicht?

Menschen, die gerne draussen ist und es lieben, mit den Händen zu arbeiten.

Was denkst du von der Diskussion, dass die Landwirtschaft nachhaltiger werden muss?

Die Diskussion beschäftigt mich. Ich finde, dass man immer versuchen sollte möglichst nachhaltig zu leben. Es gibt Dinge in der Landwirtschaft, die für die Umwelt nicht optimal oder sogar schädlich sind, die wir aber in Kauf nehmen müssen, wenn wir gewisse Lebensmittel weiter produzieren wollen.

Ich habe schon von Leuten gehört, dass Kühe nur schädlich seien. Ich hab sie dann gefragt was sie essen wollen, wenn es keine Kühe mehr gäbe

Betrachten wir die Alpwirtschaften, was wäre, wenn es während dem Sommer keine Tiere mehr gäbe? Was passiert mit den ganzen ungenutzten Flächen? Sie würden wieder verwildern und die Wertschätzung ginge verloren. Als Folge hätte man im Tal viel zu wenig Futter für die Tiere.

Was soll in der Landwirtschaft besser werden?

Ob in der Lehre oder auch danach, die Löhne in der Landwirtschaft sind sehr tief.

Ich würde mir wünschen, dass die Landwirtschaft die Wertschätzung kriegt, die sie verdient.

Was möchtest du uns mitteilen?

Früher in der Schule wurden oft blöde Sprüche gemacht, wenn ich sagte, dass ich später etwas mit Landwirtschaft machen werde. Es hat mich sehr verunsichert. Wenn ich jetzt zurückschaue, bin ich sehr froh meinen eigenen Weg gewählt zu haben. Die Welt der Landwirtschaft ist genau die, in der ich mich Zuhause fühle. Ich habe viele tolle Menschen um mich und kann einer Arbeit nachgehen, die gleichzeitig auch eine Leidenschaft ist.

Darum gebt eure Ziele und Träume nie auf, lasst euch von anderen nicht entmutigen und macht das, was euch glücklich macht!

Angaben Ada Dell’Antonia:

  • Alter: 17
  • Bisherige Ausbildung: Obligatorische Schule + 10 Klasse + Zwischenjahr
  • Aktuelle Ausbildung: Landwirtschaftslehre
  • Lehrjahr: 1.
  • Wohnort: Heitenried (FR)
  • Hobbies/Interessen: In den Bergen sein
  • Lieblingsessen: Spinatlasagne, Fondue und Raclette
  • Lieblingsort: Gantrisch (BE) und das Prättigau (GR)
  • Was magst du? Zeit mit meiner Family und meinen Freunden verbringen, draussen sein, am liebsten in den Bergen
  • Was magst du nicht? Den ganzen Tag drinnen sein und keine Bewegung zu haben und wenn man mit den Kleidern unter meine Bettdecke geht
  • Grösster Traum und Wunsch? Jeden Sommer nach der Lehre “z’Bärg ga”